Aug 10 2009

S’Füüferli und s’Weggli

Wieder mal macht die Politik in Bern Schlagzeilen. Wie heute in der Presse zu lesen war, will der Bundesrat schon bald die Familien mit Kindern steuerlich entlasten. So weit so gut.
Pro Kind soll einer Familie 170.- Abzug auf den Steuerbetrag gewährt werden. Im Vergleich zu den monatlichen Kinderzulagen nicht gerade viel… doch immerhin! Nein, der Bundesrat will noch weiter gehen: Familien, die ihre Kinder fremdbetreuen lassen, sollten weitere 12′000.- Franken auf das steuerbare Einkommen abziehen können! Eine kurze Rechnung in einer durchschnittlichen St.Galler Gemeinde zeigt, wer hier profitiert: Eine alleinerziehende Mutter, die ein jährliches Bruttoeinkommen von 60′000.- Franken erzielt, bezahlt in diesem Fall ca. 2′500.- Franken Steuern pro Jahr. Wenn Sie ihre beiden Kinder fremdbetreuen lässt, so kann sie je 12′000 Franken vom steuerbaren Einkommen abziehen. Damit bezahlt sie noch ca. 850.- Franken Steuern. Sie würde also mit ca. 1′650.- Franken besser da stehen.

Berechnet man die selbe Situation mit einem verheirateten Doppelverdienerpaar mit sehr gutem Einkommen, so sieht die Situation ganz anders aus: Bei 200′000.- Bruttoeinkommen der Eltern würde die Familie ca. 38′000.- Steuern bezahlen, sofern sie keine grösseren Steuertricks annwendet. Mit dem Abzug für die beiden Kinder würde der Steuerbetrag auf 29′000.- sinken. Damit profitiert die sehr wohlhabende Familie mit ca. 9′000.- Franken von diesem Geschenk.

Liebe Damen und Herren Politiker: Sieht so eine soziale Familienpolitik aus?

Was muss sich eine Mutter von 2 Kindern dabei denken, die täglich härteste Arbeit verrichten MUSS, um ein Einkommen nach Hause zu bringen, welches der Familie das Überleben sichert, ohne von Sozialhilfe abhängig zu werden, in einer äusserst günstigen und kleinen Wohnung und ohne sich und ihren Kindern Ferien leisten zu können? Ihr “schenkt” der Bund knappe 2′000.- Franken. Und einer Wohlhabenden Familie, die jährlich 2 Wochen Luxusurlaub machen kann und in einem grossen, selbst gebauten 7 Zimmer EFH wohnt, werden fast 10′000.- Franken verschenkt?

Wer so etwas noch sozial findet, der ist definitiv asozial!

Jul 20 2009

noch mehr Werbung!

Es wird immer besser!! In der neuesten “Werbewelle” der Pharmaindustrie wird Reisenden nun sogar angeraten, sich für sämtliche Krankheiten zu impfen, an welchen man überhaupt erkranken kann, sofern es dazu Impfstoffe gibt (wie z.B. Masern, Röteln, Hepatitis-A etc.)!! Ich kann es kaum glauben, dass die Menschheit dermassen blind ist und nicht merkt, was hier abläuft!! Klar, es mag sein, dass dieses H1N1 Virus ein gewisses Potenzial in sich hat, zu einem angeblich noch gefährlicheren Virus zu mutieren. Das kann ein Laie, wie ich es bin, natürlich nicht wirklich beurteilen. Aber meinen die Herren in Weiss nun wirklich, dass dich die Natur so aufhälten lässt? Aus der einen Sicht ist das ein jämmerlicher Versuch, der Natur ins Handwerk zu pfuschen, aus der anderen Sicht eine wunderschöne Gratiskampagne für Impfstoffe, die nun gleich noch auf alle anderen Krankheiten ausgedehnt wird!! Oder werden die Leute in den 3. Welt Ländern auch geimpft? Wer würde das dort bezahlen? Ich kann es kaum fassen!! Einen schönen Artikel, der mir aus dem Herz spricht, habe ich in meiner lokalen Zeitung vor einiger Zeit gelesen: Leserbrief im Rheintaler vom 5. mai 2009

Die WHO hat nun angeblich zu zählen aufgehört, angeblich, weil schon soviele Leute erkrankt sind, dass es keinen Sinn mehr mache. Wohl auch deshalb, weil sie selbst gemert haben, dass sie sich lächerlich machen. Nun werden wohl die Todesfälle hochgezählt. Das ist keinesfalls lustig. Doch interessant dabei ist, dass nun sogar zugegeben wird, dass bei fast allen Todesfällen auch andere Krankheiten, bzw. eine vorhergehende Schwächung des Patienten aufgetreten ist. D.h. nichts anderes, dass der Patient schlimmstenfalls an einer anderen Krankheit gestorben wäre. Und uns macht man nun weis, dass die entsprechenden Leute an der Schweinegrippe gestorben sind. Wissen Sie, wieviele Leute täglich eines natürlichen Todes sterben? Und wieviele an anderen Krankheiten? Es ist doch lächerlich, einzelne Todesfälle aufzuzählen, noch dazu wenn auch noch andere Krankheiten im Spiel sind!! Und selbst wenn wirklich die Schweinegrippe schuld wäre, es ist ebenso natürlich, dass eine gewisse Anzahl Menschen an einer normalen Grippe stirbt! Irgend eine Todesursache gibt es bei jedem Menschen!

*schmatz*
Jul 11 2009

Gratiswerbung!

Die aktuelle Presswelle in Sachen Schweinegrippe lässt mich erschaudern! Aber nicht aus dem Grunde, den man nun vielleicht annehmen möchte. Wie viele Leute werden wohl in Panik ausbrechen und kaum mehr schlafen können? Ich frage mich ernsthaft, was bringt das? Wer hat hier einen Nutzen von der unglaublichen Panikmache? Jeder Katastrophenstab würde ruhiger und besonnener vorgehen, um nicht genau das zu erreichen, was sicher kontraproduktiv wäre, eine Panik. Aber die Presse springt auf den von der Pharmaindustrie, den Medizinern und dem Bundesamt für Gesundheit verbreiteten Panikartikeln auf. Das nenne ich mal geschicktes Marketing. Gratiswerbung! Und das in allen Zeitungen und sogar in Radio und TV! Wirklich sehr geschickt eingefädelt! Ich finde es schlicht unglaublich, dass sich die Journalisten dermassen vor den Karren spannen lassen und es nicht einmal merken! Dabei wird ja da und dort erwähnt, dass die Grippewelle nur eine milde Form einer normalen Grippe ist. Ich frage mich, wieso nach wie vor in jedem Land die Anzahl der Ansteckungen gezählt wird!? Sind diese Leute unterbeschäftigt? Ist denen Langweilig? Bei keiner Gruppe kommt es jemanden in den Sinn, die Ansteckungen zu zählen! Bei keiner Grippe werden die Anzahl der Toten veröffentlicht! Aber bei der – alleine schon der Name lässt mich erschaudern – Schweinegrippe – was hat diese Grippe eigentlich mit einem Schwein zu tun? – ist alles anders. Und dabei ist es doch nur eine milde Form einer Grippe… wieso also macht man dermassen auf Panik? Angeblich sollen im Winter dann 2 Mio. Schweizer erkranken, 400′000 sollen Gleichzeitig flach liegen!! Und wieviele werden sterben? Rechnen wir mal hoch. Aktuell sollen 133 Scheinegrippefälle aufgetreten sein in der Schweiz. Und wieviel Tote gab es? Weiss das jemand? KEINEN! Nicht einen einzigen bestätigten Toten! Ja, dann überlasse ich das Hochrechnen jedem selbst!! Ich frage mich manchmal schon, wie langweilig es gewissen Leuten sein muss, um so einen Schwachsinn in der ganzen Schweizer Presse verbreiten zu müssen! Die Pharmaindustrie ist ja nicht mal anständig genug, danach auch noch danke zu sagen für die Gratiswerbung!

Mrz 15 2009

Einfach nur krank!

icerun-300x199Ich wundere mich gerade in Zeiten der Finanzkrise, was für Furzideen der Mensch noch so hat, erst recht, wenn sie mit Energieverschwendung in engem Zusammenhang stehen. In Lausanne fand dieses Wochenende eine dieser Veranstaltungen statt, welche es meiner Meinung nach in der heutigen Zeit schlicht nicht mehr geben dürfte. Die Rede ist von Ice Cross Downhill. Würde man solche Sachen wenigstens in einem bereits gebauten Bobkanal in einem Skigebiet (und nicht mitten in einer Stadt für 3 Wochen aufbauen, damit man 3 Stunden lang Spektakel hat) durchführen, welcher nicht noch runtergekühlt werden muss, weil die Umgebungstemperaturen bei +10°C liegen, da könnte man ja noch darüber hinwegsehen. Aber 2 Wochen lang die Innenstadt für den Verkehr zu sperren und dabei der Bevölkerung Staus und sonstige Behinderungen zuzumuten, finde ich dann doch zuviel des Guten. Dazu Tausende Tonne CO2 in die Umwelt abzugeben, weil das Eis massiv gekühlt werden muss.

Die Sache wird erst recht brisant, wenn man weiss, dass Lausanne eine Energiestadt ist, bzw. sein soll. Solche Anlässe sollte eine Energiestadt steichen (müssen), bzw. für solche Anlässe sollte man einer Energiestadt das Label für ein Jahr wegnehmen! Natürlich gibt es eine ganze Reihe weiterer ähnlicher Anlässe, welche in selbe Horn blasen. Mit dabei meistens ein grosser Sponsor, welcher angeblich Flügel verleihen soll?

Mrz 01 2009

Impfen: Alle Jahre wieder?

Spritze

Nach diesem Titel könnte man die Bemühungen der Pharma- und Gesundheitsbranche betiteln, die Akzeptanz für Impfstoffe zu erhöhen. Waren es früher die Zecken und die Vogelgrippe, werden nun die Masern als Angstmacher zur tödlichen Gefahr hochstilisiert. Seit einigen Wochen schon ist das Thema Masern und damit die damit verbundene Impfung in den Medien. Doch was man heute lesen konnte, das lässt mir fast das Blut in den Adern stocken: << Ungeimpfte Kinder sollen Schulverbot bekommen, 20min.ch >>

Zum einen muss ich mir zwar sagen, dass meist nicht so heiss gegessen wird, wie gekocht wird. Doch in diesem Fall muss man wissen, dass die WHO (Weltgesundheitsorganisation) der Schweiz angeblich Druck macht, etwas gegen diese immer wieder aufflammenden ?Masernepidemien? zu tun. Denn die WHO will bis 2012 masernfrei werden, was immer das auch bringen soll, bzw. wie das gehen soll. Man muss nämlich wissen, dass eine Kranheit wohl niemals gänzlich ausgerottet werden kann. Und dass da etwas dran ist, kann ich mir doch sehr gut vorstellen. Als Masernfrei würde ein Land nämlich schon gelten, wenn es nur noch ganz wenige Infektionen pro Jahr gäbe?

Doch zurück zu dieser menschrechtsverachtenden Form von Erpressung: Mit dieser Massnahme soll nix anderes erreicht werden, als die Durchimpfrate in der Schweiz zu steigern. Sie liegt irgendwo in der Region um 85%. Das Gesundheitswesen, bzw. die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hätte sie aber gerne bei über 95%.

Mit dieser lächerlichen Massnahme beweist mir unser Gesundheitswesen einmal mehr, worum es geht: Profit und Gier! Hier sollen einmal mehr Impfstoffe unter dem Deckmantel der Gesundheitsprävention verspritzt werden. Noch dazu eine Impfung, die es nicht braucht! Gewiss können aus Masern gefährliche Komplikationen auftreten, das will ich nicht bestreiten. Aber im Vergleich zu den vielen Unfällen oder Alkoholkranken ist das ein lächerliches Nichts! Und ausgerechnet wegen diesem Nichts sollen nun ALLE Menschen gegen etwas geimpft werden, das die allermeisten Menschen früher wie auch heute mit der entsprechenden Behandlung problemlos überlebt haben? Da ein Impfzwang in der Schweiz wohl juristisch nur schwer durchsetzbar wäre, versucht man in Bern nun den Weg über die Schule. Ich frage mich schon, was diese oberschlauen Gesundheitsapostel in Bern studieren: Was macht ein Kind, das wegen einer fehlenden Impfung nicht in die Schule darf? Gewiss sitzt es nicht zu Hause und achtet darauf, dass es mit niemandem Kontakt hat? Und was macht ein Kind, das die Masern nachweislich schon durchlebt hat? Angeblich erkrankt ein Mensch in der Regel ja nur einmal an Masern und ist danach gegen weitere Ansteckungen geschützt. Sonst würde ja eine Impfung ebenfalls nicht schützen. Tut sie ohnehin nicht in 100% der Fälle, gibt sogar jeder Mediziner zu? Wozu also die Impfung? Und wovor nur müssen die geimpften Menschen Angst haben, sie sind doch geimpft und können sich gar nicht anstecken?! Oder etwa doch?

Und wer garantiert mir, dass mit der Impfung nicht andere Probleme auftreten? Es gibt viele Krankheiten, die im Verdacht stehen, durch Impfungen ausgelöst worden zu sein. Und es gäbe genügend Hinweise darauf, dass es tatsächlich auch so ist. Doch die Medizin will das alles nicht wahr haben und wehrt sich bis heute dagegen Zugeständnisse zu machen.
Haben Sie sich schon mal informiert, was für Zutaten in einem Impfstoff enthalten sind und wie sie genau hergestellt werden? Tun Sie?s besser nicht? und sonst zumindest nicht vor einer Mahlzeit?

Dies alles (und natürlich noch mehr) sollte man berücksichtigen, wenn man sich entscheidet, ob man sich oder die eigenen Kinder gegen eine völlig normale Kinderkrankheit impfen lassen soll. Der Entscheid sollte ausserdem nicht durch einen solch lächerlichen Erpressungsversuch beeinflusst werden!

Weiterführende Informationen (mal aus der anderen Sicht als aus der eines Allgemein-Mediziners) zum Thema Impfen gibt es übrigens auf www.aegis.ch

Dez 19 2008

Weihnachtsbeleuchtungen

Derzeit ein wirklich heisses Thema sind all die vielen Weihnachtsbeleuchtungen, welche allerorts nächtelang in die Umwelt hinaus leuchten. Um es gleich vorneweg zu nehmen: Ich bin keinesfalls gegen solche Beleuchtungen. Doch um dabei auf der vernünftigen Seite zu stehen, sollten meiner Meinung nach in der heutigen Zeit und erst recht in der Zukunft einige Sachen beachtet werden, welche dringend eingeführt werden sollten:

Eine Beleuchtung sollte möglichst effizient sein. Dazu möchte ich auf einen guten Artikel im heutigen Rheintaler verweisen: << Ab Januar: Energie sparen >>

Wie man in diesem Artikel lesen kann, sollte man somit die Beleuchtung so wählen (oder ersetzen), dass man mit effizientem Licht arbeitet, vorzugsweise also mit LED-Technik, welche bei gleicher Lichtstärke 4-5x weniger Energie verbraucht. Natürlich sollte sie daneben auch verhältnismässig sein. Was man in Amerika und zunehmen auch in der Schweiz in Privatgärten z.T. sieht, das nimmt schon kranke Ausmasse an… (siehe hier)

Dann sollte man darauf achten, dass die Herkunft des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammt. In fast jedem EW kann man heute Naturstrom (oder wie auch immer das jeweilige Produkt heisst) beziehen. Oder vielleicht hat jemand eine genügend grosse Solaranlage gebaut, welche wenigstens Tagsüber Strom liefert, welchen man dann zumindest Bilanzmässig abends wieder verbraucht. Eine gute und saubere Sache, die sich übrigens auch für sämtlichen im Haushalt verbrauchten Strom sehr gut eignet, auch wenn es pro Jahr ca. 300.- Mehrkosten verursacht. Dafür ist man dann nicht direkt für radioaktiv strahlende Abfälle verantwortlich.

Weiter bringt es wenig, wenn die Beleuchtung die ganze Nacht leuchtet. Wäre eine Gemeinde mutig, würde sie sowieso eine Richtlinie erlassen, nach welcher Beleuchtungen nach Mitternacht bis morgens um 6:00 auszuschalten sind. Darin inbegriffen würde ich auch Reklametafeln und Fassadenbeleuchtungen gerne sehen. Dies sind nämlich nichts als unnötige Energieverschwender. Schliesslich schaltet eine sparsame Gemeinde nach Mitternacht ja auch zumindest einen Teil der Strassenbeleuchtung aus, um Energie und Kosten zu sparen.

Eine Gemeinde im Tessin (Coldrerio) ist übrigens so weit gegangen, dass sie sämtliche Beleuchtungen (wie in Schaufenstern oder Firmenbeschriftungen) verboten hat. Nicht nur aus Energiespargründen, sondern auch der Lichtverschmutzung wegen. Mutig und sehr modern, wie ich finde, auch wenn Verbote meiner Meinung nicht unbedingt der richtige Weg sind. Wie in dieser Gemeinde mit Weihnachtsbeleuchtung umgegangen wird, das entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Im Umwelt Blog der Stadt Basel beschäftigt man sich ebenfalls mit diesem Thema: Weihnachtslichter

Und auch im Forum unter myrheintal.ch gibt es bereits einige Rückmeldungen zu diesem Thema, wo auch ich meine Meinung bereits kund getan habe: << Forum MyRheintal >>

Wer sich an alle obenstehende Ideen hält, der kann meiner Meinung nach das eine tun und das andere nicht lassen und sich mit gutem Gewissen an einer schönen Weihnachtsbeleuchtung erfreuen! Am besten freilich ist es, wenn man sich diesen Luxus gar nicht leistet. Denn die Stimmung für Weihnachten, die macht man sowieso in den eigenen 4 Wänden und die ist (zumindest bei mir) unabhängig von irgendwelchen Beleuchtungen.

Nov 30 2008

Abstimmungssonntag

Ohne jetzt eine tief greifende Analyse der Abstimmungsresultate vornehmen zu wollen, ein paar Kommentare kann ich mir nun nicht verkneifen. Dabei muss zuerst die äusserst knappe Annahme von HarmoS im Kanton St.Gallen erwähnt werden. Ich bin zutiefst enttäuscht über dieses Resultat. Aber ändern wird sich jetzt ja nichts, wie man uns versprochen hat. Da bin ich mal gespannt… Erwähnen möchte ich aber noch ein Detail, auf welches ich schon seit Jahren immer wieder hinweise: Diese Abstimmung wurde ganz eindeutig in den Städten gemacht. Es ist auffallend, wie deutlich dort z.T. Ja gestimmt wurde, während auf dem Land z.T. noch deutlicher Nein gesagt wurde. Da die Masse in den Städten aber schwerer ist, kam am Ende das knappe Ja zu Stande. Und genau in dieser Thematik liegt für mich ein grosser Hund begraben: Nun müssen die Kinder in Flums nach den genau gleichen Prinzipien unterrichtet werden, wie jene in der Stadt St.Gallen. Dies obwohl die Anforderungen an die Schule auf dem Land meiner Meinung nach völlig anders ist. Ich habe mich vor der Abstimmung oft genug über Leute geärgert, welche völlig ahnunglos Meinungen in der Zeitung publizierten, so dass man nach 3 Sätzen schon merkte, dass diese Person keine eigenen Kinder hat und die Problematik nur vom Hören sagen kennt. Die Schule mischt sich immer stärker in die Erziehung der Kinder ein. Dabei müsste man aber zunehmend die Eltern erziehen. Mit diesem Schritt wird den Eltern noch ein wenig mehr Mitspracherecht genommen und noch mehr Eltern dazu gebracht, ihre Kinder fremd betreuen zu lassen. Und ebenso den Schulräten: Immer weniger Spielraum wird bleiben, weil immer mehr geregelt wird. Das führt am Ende wohl dazu, dass man das Hirn nicht mehr einschalten muss und nur noch alles von St.Gallen durchwinkt. Und dabei bringen es gewisse Schulgemeinden nicht mal fertig, dass ALLE Lehrer auf der selben Stufe mit dem selben Lehrmaterial arbeiten… Und da will man mir weismachen, dass HarmoS im Kanton St.Gallen bereits umgesetzt ist (insbesondere in meiner Wohngemeinde, wo meine Kinder zur Schule gehen).

Eine 2. Vorlage hat mich an diesem Wochenende beschäftigt, allerdings eine, welche in einem anderen Kanton lief: Die Stadt Zürich hat über ihre Energiezukunft abgestimmt und sie hat es sehr weise getan! Nach den Städten Genf und Basel hat nun also eine weitere Grossstadt in der Schweiz den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Ich frage mich zunehmend, wozu wir in der Schweiz weitere AKW’s brauchen. Da kann ich nur sagen: Bravo Zürich!

Okt 22 2008

Es trifft uns alle!

Wie auf 20min.ch in einer Umfrage zu lesen ist, meinen doch tatsächlich fast 2/3 der Befragten, dass sie von der Finanzkrise nicht oder nur schwach betroffen sind. Auch höre ich derzeit sehr oft die Bemerkung, dass Leute froh sind, dass sie keine Aktien besitzen. Diese Leute sollten endlich aufwachen! Die Finanzkrise wird uns alle in irgendeiner Form betreffen. Ich möchte hier nicht schwarz malen, aber man muss kein studierter Ökonom sein, um zu wissen, dass jeder Berufstätige eine Pensionskasse hat, welche durch die Finanzkrise wohl massiv gelitten hat, bzw. leiden wird. Gerade heute hat der Bundesrat den BVG-Mindestzinssatz massiv auf 2% runter gesenkt. Danke Ospelt und Co. kann man hier nur sagen!

Weiter werden wir diese Krise wohl via Steuerfuss in wenigen Jahren ebenfalls bemerken. Staat, Kantone und wohl auch Gemeinden werden z.T. massive Steuereinbussen erleiden. Da ein Staat in solchen Situationen wohl kaum alle geplanten Investitionen zurückstellt, werden die Ausgaben aber kaum in gleichem Masse sinken, womit dann Steuererhöhungen anstehen könnten. Auch hier zahlt der “kleine Bürger” die Zeche für die Schweinereien, die die weltweit tätigen Grossbanken anstellen. Aber diese beharren stur auf der Haltung, dass ein Verwaltungsratsmitglied nach wie vor zweistellige Millionensummen an Boni einstreichen soll. Die UBS soll im kommenden Frühling angeblich 7 Mia. Boni ausschütten!! Goht’s no?!! Ich möchte mal ein KMU sehen, in welchem man den Mitarbeitern noch durchschnittlich 90′000.- Franken an Boni (!!) auszahlt. Die meisten Angestellten wären wohl froh, wenn Sie überhaupt so einen Jahreslohn beziehen könnten! Dann ist ein Bonus ja eine Prämie für eine gute Leistung. Wenn eine Firma aber derartige Leistungen vollbringt, dann müsste sämtlichen Mitarbeitern jegliche Boni gestrichen werden! Und zwar auch, bzw. vorallem den Chefs! Wenn ich jeweils lese, dass Firma xy soundsoviel Milliarden Gewinn macht, dann rechne ich meistens kurz hoch, wieviel das pro Mitarbeiter ist. Gerade die Banken haben in den letzten Jahren derartige Gewinne gemacht, dass mir fast schwindlig wurde. Wieso eigentlich fragt sich bei solchen Gewinnen niemand, ob diese Firma ihre Diensteistungen nicht einfach zu teuer verkauft? Wenn eine Firma ihren Mitarbeitenden im Schnitt 90′000.- Bonus zahlen kann, dann kann das nicht mit rechten Dingen zu und her gehen.

Die UBS hat derzeit mit massiven Imageverlusten zu kämpfen. Sie schieben alles auf die Finanzkrise ab und versuchen nun “gutes Wetter” zu machen und das Vertrauen der Anleger wieder zu erlangen. Ich frage mich allerdings, ob dies so zu erreichen ist, wie die UBS das derzeit macht. Bis heute habe ich keine wirklich ehrliche Entschuldigung eines Top-Managers gehört, eine Entschuldigung beim Volk, denn der Schaden wird vorallem durch das Volk getragen, von Leuten, die wenig bis gar nix dafür können, dass alles so kam, wie es eben kam. Eine Entschuldigung wäre in so einem Fall wohl zum mindesten, ab sofort auf sämtliche Bonuszahlungen zu verzichten, wenn die Firma rote Zahlen schreibt. Gemacht wird aber genau das Gegenteil: Man beharrt auf den Bonuszahlungen! Der Bund wird der UBS notfalls Dutzende von Milliarden zur Verfügung stellen. Das sei angeblich nicht anders möglich gewesen. Das kann ich nicht wirklich beurteilen. ABER: Wenn die UBS dann noch 7 Mia. Boni auszahlt, dann haben die Leute dort die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt und gehören gefeuert (und zwar ohne goldenen Fallschirm)! Und auch der Bundesrat hat seine Hausaufgaben nicht gemacht, wenn er der UBS nicht vorschreibt, wofür das Geld verwendet wird, bzw. der UBS nicht verbietet, auch nur einen Franken an Boni auszuzahlen! Der Schaden, den alleine die UBS in der Schweiz angerichtet hat, der geht wohl in Zehntausende von Franken, wenn man es auf jeden einzelnen Schweizer runterrechnet.

Aug 17 2008

Lachen ist gesund

Heute habe ich auf Youtube 2 lustige Videos gesehen. Einfach, weil ich auch lachen musste, sei es hier verlinkt:

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und noch eins…

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Jul 08 2008

Niue

Die meisten von uns werden wohl keine Ahnung haben, was diese 4 Buchstaben bedeuten. So gings mir auch! Doch ich denke, vielleicht machen diese 4 Buchstaben mehr Schlagzeilen, als ihnen lieb ist… Niue ist n?ich eine Insel im S?zifik. Und dann erst noch eine fortschrittliche! Auf dieser zu Neuseeland gehörenden Insel ist nämlich ein Gesetz im Köcher, welches die gesamte Insel rauchfrei machen würde. Bei Inkrafttreten wäre es nämlich so, dass nicht nur der Verkauf, sondern auch der Konsum von Tabak verboten würde. Dies würde die Insel zu einem Nichtraucherland machen. Für militante Nichtraucher wäre dies also ein Grund, sofort um Asyl anzufragen… Zum Glück gehöre ich selbst nicht zu den militanten Nichtrauchern. Zwar sehe ich selbst auch wenig Sinn im Rauchen, doch bin ich schon froh, dass wir es in der Schweiz ein wenig liberaler angehen, auch wenn mich die ganze Diskussion ums Nichtrauchen zunehmen stört. Zwar stören mich gelegentlich selbst in Gartenrestaurants die Qualmwolken, die bei ungünstigen Windverhältnissen vom Nachbartisch zu mir ziehen, doch bin ich tolerant genug, dies entweder zu akzeptieren oder sonst den Platz zu wechseln. Selbst die Bitte, das Rauchen einzustellen, hat schon gefruchtet. Zwar habe ich mich einige Böse Blicke gefallen lassen müssen, aber die Raucher am Tisch nebenan haben sogar die brennende Zigarette gelöscht, obwohl ich schon froh gewesen wäre, wenn sie während dem ich selbst gegessen habe, das Anzünden einer weiteren Zigarette einfach gelassen hätten.

Doch zurück auf die Insel: Auf Niue leben angeblich 1400 Menschen, 250 davon sollen rauchen. Schon das ist eine niedrige Quote, wie ich meine. Sollte es tatsächlich so weit kommen, so wird mich stark interessieren, was dann genau passiert. In der heutigen Welt würde es mich nicht erstaunen, wenn es in 3 Jahren auf dieser Insel wesentlich mehr Einwohner gäbe, denn ich bin überzeugt, dass die Lebensqualität auf dieser Insel steigt, wenn es nirgends mehr qualmt. In den letzten Jahren ist die Zahl der Bewohner allerdings stetig gesunken.

Nun, der Vergleich mag etwas hinken, aber ich kann das Geschrei der Wirte in Europa nicht ganz nachvollziehen. Jeder jammert, dass man mit Rauchverbot massive Einbussen haben werde. Ja glaubt denn im Ernst jemand, dass die Raucher, welche sich ihr Feierabendbier in der Dorfbeiz genehmigen, über längere Zeit ausbleiben, wenn alle Beizen die gleichen Veraussetzungen haben? Wieso kommt niemand auf die Idee, das Rauchen mit einem neuen Gesetz endlich aufzugeben? Allerdings – ich muss zugeben – bin ich mittlerweile auch kein uneingeschränkter Befürworter dieses Gesetzes mehr. Denn letztlich gehört ein Restaurant immer noch dem Beizer und desshalb soll und kann er in seinem Haus zumindest in dem Punkt machen, was er will. Die Politik argumentiert mit dem Arbeitnehmerschutz. Das ist doch Hafenkäse! Bevor ich mich in einer Firma anstellen lasse, prüfe ich doch die Arbeitsbedingungen! Ich bin zwar Ingenieur, würde aber trotzdem niemals in der Kernenergiebranche arbeiten wollen. Klar, es gibt wohl noch zu wenig Nichtraucherrestaurants, von da her gesehen hinkt mein Gegenargument nun wohl ein wenig. Aber handkehrum müssen z.B. Strassenbauer bei 40°C auf den Autobahnen neue Teerbeläge einbauen, *hust*. Um jene Leute kümmert sich auch niemand…

Ebenso kann ich das Gejammer der Transportbetriebe nicht verstehen, welche derzeit über die zu hohen Transportkosten rumjammern. Letztlich müsste nämlich nur der Konsument jammern, denn der steht am Ende der Schlange und muss tiefer in die Kassa greifen. Er kann es niemandem mehr verrechnen, dass die Kosten nun höher sind. Die Transportunternehmer jammer nun, dass sie die gestiegenen Treibstoffkosten nicht vollumfänglich verrechnen können? Wie bitte? Wer hat die Verträge denn gemacht? Wenn ein Unternehmer einen langfristigen Vertrage macht und dabei den Fehler begeht, dass mögliche Einkaufspreisschwankungen nicht berücksichtigt werden, wer ist dann bitte Schuld daran? Das gehört wohl zum Risiko eines Unternehmers!?

Wir Schweizer haben es in der Sache nämlich sowieso gut, denn die Treibstoffpreise sind in allen Ländern rund um uns herum nämlich wesentlich teurer. Dass es in so einem Land noch Politiker gibt, welche nach Steuersenkungen für Treibstoff schreien, ist mir wirklich schleierhaft, ja es ist umweltverachtend und egoistisch!! Ich bin der Meinung, dass die Steuern für fossile Brennstoffe noch weiter angehoben werden sollten, zumindest auf das Niveau der Nachbarländer und dafür im Gegenzug die Einkommenssteuern zumindest für Einkommensschwache gesenkt werden müssen! Die Schweiz ist so oder so schon eine Insel, welche sich zunehmend isoliert. Waren wir früher in vielen Sachen mal Vordenker und Musterknabe (und so gesehen auch eine Insel), so habe ich manchmal das Gefühl, wir werden (oder sind) vom Ausland links überholt… Sehr oft nämlich frage ich mich, was das Bankgeheimnis z.B. noch bringt. Es bringt viel Geld… auf Kosten anderer Staaten! Genau so wie das Rauchen auch, das bringt auch Geld, aber ebenfalls auf Kosten anderer, zum einen auf Kosten der Gesundheit der Raucher, aber auch auf Kosten aller Krankenkassenprämienzahler. Und die tiefen Treibstoffpreise gehen ebenfalls auf Kosten anderer: Der Pflanzen und Tiere nämlich! Und bei allem steht immer nur das Geld im Mittelpunkt…